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Aug

Design und Mensch: Geschichte einer Wechselwirkung

Design Mensch Geste am Beispiel illy-Tasse

Photo by Aleksei Isachenko / Shutterstock.com

Einer der letzten Artikel an dieser Stelle hat es bereits angekündigt: die Initiative Service Design Nürnberg mit der Veranstaltungsreihe Service Design Drinks will wachsen und den Blick weiten. Designing und Shaping the Future deutete bereits an: Initiator Stefan Wacker will mit seinem seit 2015 erfolgreichen Projekt „…raus aus der Enge der ‚kundenzentrierten Innovation für Unternehmen‘, will weiter und größer denken“, so ein Zitat in seinem Blogbeitrag.
Und es ist kein Zufall, dass bereits im nächsten Satz ganz selbstverständlich das Akronym SDNue auftaucht. Es wahrt die Erinnerung der wegbereitenden Ursprünge von „Service Design Nürnberg“ und läutet zugleich die neue Ära des Projekts ein: Social Design Nürnberg ist das Stichwort. Die Gestaltung von Gesellschaft als inhaltlicher Anspruch dessen, was in Zukunft an dieser Stelle zu lesen und zu hören, zu sehen und zu erleben sein wird.

Neue Blog-Kategorien

Während die Planung der Veranstaltungsreihe Social Design Nürnberg in vollem Gange ist, sollen erste Zeichen des neuen Selbstverständnisses von SDNue im Blog greifbar werden. Vertiefende Artikel werden regelmäßiger erscheinen und dazwischengeschaltete, thematische Rubriken für Abwechslung sorgen. In kleinen Dosen sollen Fallbeispiele, Methoden und Denkanstöße größere Themenfelder antizipieren, Wissen kompakt vermitteln, Veranstaltungen noch einmal aufgreifen oder Reflexionen und Diskussionen nähren.

Design und Verantwortung

Eine dieser Rubriken – „Design und Mensch“ – wird sich mit der Wechselwirkung von Design, Mensch und Gesellschaft und der daraus erwachsenden Verantwortung für Gestalter befassen. Damit erhält künftig der klassische Design-Aspekt mehr Raum, nicht zuletzt als logische Konsequenz der bisherigen Service Design Drinks, bei denen schon immer eine große Anzahl an Designern vertreten war.
An dieser Stelle des Blogs werden wir uns also unter anderem fragen: Wie haben die großen Designikonen der Vergangenheit Gesten und Gewohnheiten beeinflusst und sind so selbst Teil dieser Kulturgeschichte geworden? Wie sind verschiedene Strömungen in der Designgeschichte mit ihrem Gestaltungsauftrag umgegangen? Und welchen Anspruch muss Design heute erfüllen, um zukunftsweisend zu sein? Wie können und müssen Designer Aspekte von Kulturgeschichte und Soziologie, von sozialen, wirtschaftlichen sowie ökologischen Gefügen und nationalen und internationalen Un-/Gleichgewichten in ihren Gestaltungsprozess aufnehmen, um nicht nur ästhetischen, funktionalen und wirtschaftlichen, sondern auch ethischen Ansprüchen gerecht zu werden?

In der Kürze liegt die Würze

Tiefgreifende Fragen, deren Beantwortung SDNue mit der Rubrik „Design und Mensch“ schnell verdaulich und an einzelnen Beispielen veranschaulichen will. Vom Löffel bis zur Stadt, wie Max Bill es forderte, von Bauhaus bis Transformation Design, von Graphic bis Product Design, von Transportation bis Information Design, von Architektur bis Space Design und mehr: wir wollen die großen Themen und Herausforderungen in kleinen Häppchen aufbereiten. Ein Vorgeschmack? Vielleicht denken Sie ja schon bei Ihrem nächsten Espresso dank dieses ersten Beitrags daran, dass der unpraktisch erscheinende, hochgewölbte Unterteller der illy-Tasse den gerne etwas hektischen, italienischen Barista zur Langsamkeit und Achtsamkeit gegenüber dem Gast verpflichtet. Design, Mensch, Gestik … Wie wäre das?

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